Biografie von Toni Stemmler
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Biografie

Antonie Stemmler wurde am 06.11.1892 in Hilterfingen (Schweiz) geboren und siedelte mit den Eltern,1894 in die Heimat ihres Vaters, nach Deutschland über.

Nach dem Besuch der Mittelschule  und des Lehrerseminars wurde  sie 1916 Lehrerin einer Volksschule in Berlin- Moabit.

Von Januar 1929 bis 1931 war sie Sekretärin beim "Verlag Rudolf Mosse" und erfuhr in ihrer Abteilung Auslandskorrespondenz Spanien viel über die dortige politische Situation. Ihr Vater war überzeugter Sozialdemokrat und dies machte sie sich auch zu eigen.

1932 wurde sie Mitglied der KPD. Als Mitherausgeberin der Zeitschrift "Roter Westen" wurde sie, durch Verrat, verhaftet Sie konnte jedoch 1933 nach Prag emigrieren. Wo sie  weiterhin für gleich geartete Zeitschriften tätig war.

Im Januar 1936 wurde sie mit anderen Antifaschisten wieder verhaftet und ging nach dem Verlust ihres  Asylrechtes  für die Tschechoslowakei, im Auftrag der Partei, nach Paris.

Ab April 1937 unterstützte sie als Krankenschwester die internationalen Brigaden in Spanien.

Aus gesundheitlichen Gründen kehrte sie  Anfang  1939 nach Paris zurück. Hier verhaftete sie die Vichy-Regierung und lieferte sie an die "Geheime Staatspolizei" der deutschen Faschisten aus.

Nun folgten Haft, KZ Ravensbrück und Auschwitz. Als Näherin und Krankenschwester konnte  sie den Mordabsichten der Nazis entgehen und wurde auf dem Todesmarsch im April 1945 von der Roten Armee befreit.

Toni Stemmler gehörte den Menschen, die nach dem Krieg  konsequent ihre ganze Kraft  für die Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens einsetzte. Ihre Tätigkeit begann sie mit der Arbeit im Oberlandratsamt Eberswalde und war von 1947 bis1950 Frauenfunkredakteurin beim Landessender Potsdam. Danach war sie Referentin in der Landesregierung  Brandenburg und ab Januar 1951 Landrätin im Landkreis Belzig und kurz danach 1. Vorsitzende  des Kreises Potsdam Land bis April 1953

Durch einen erlittenen Herzinfarkt musste sie aus dem Staatsapparat ausscheiden, arbeitete jedoch bis Anfang 1961 im Schriftstellerverband der DDR in Berlin, wo sie zur 2. Sekretärin avancierte.

Auf Drängen  der Gemeinde Kleinmachnow erklärte sie sich bereit, für zwei Monate das Amt des erkrankten Bürgermeisters Otto Bachmann zu übernehmen.. Daraus wurden allerdings 13 Monate. Vom 05.02.1962 bis März 1963. Ratsmitgliedin Kleinmachnow war sie von November 1961 bis November 1965. (Wohnung: Beethovenweg 39)

Toni Stemmler war in vielen Organisationen aktiv tätig und berichtete häufig  in Betrieben und Schulen von ihren Lebenserfahrungen

Bis ins hohe Alter besaß sie einen großen Unternehmungsgeist und reiste gern: besonders in die damalige Sowjetunion

Sie erhielt mehrere internationale und nationale Auszeichnungen, z.B. 1967 die "Florence-Nightingale-Medaille" in Gold und den "Vaterländischen Verdienstorden" der DDR in Silber, sowie 1966 die   "Clara-Zetkin–Medaille".

Am 08. Mai 1976 verstarb im Alter von 83 Jahren  Antonie Stemmler in Kleinmachnow.

Sie wurde auf dem Ehrenhain des Potsdamer Friedhofs beigesetzt


 

 

 

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